Was tun bei Schockanrufen?
In letzter Zeit liest man fast täglich, dass eine Seniorin oder ein Senior auf einen sogenannten Schockanruf hereingefallen ist und den Tätern Geld und Wertsachen ausgehändigt hat. Dies ist kaum nachzuvollziehen, weil Polizei und viele Organisationen auch die BSH schon Vorträge angeboten haben, in denen ausdrücklich vor dieser Masche gewarnt und erklärt wird, wie man sich schützen
kann.
Deshalb hier noch einmal die wichtigsten Regeln.
Wenn Sie einen Schockanruf erhalten, in dem Ihnen mitgeteilt wird, ein naher Angehöriger habe einen Unfall verursacht, eine Straftat begangen, müsse eine Kaution zahlen, sei lebensbedrohlich erkrankt oder Ähnliches und benötige dringend Geld, legen Sie einfach auf. Lassen Sie sich von den Tätern nicht in ein Gespräch verwickeln. Es dient nur dazu, psychischen Druck aufzubauen.
Denken Sie daran:
Die Polizei nimmt niemals Geld oder Wertgegenstände in Verwahrung.
Die Polizei verlangt niemals am Telefon eine Kaution.
Die Polizei oder ein Krankenhaus verlangen niemals Geld am Telefon.
Wenn Sie Zweifel haben, rufen Sie selbst Verwandte oder Freunde an und erkundigen Sie sich, ob etwas passiert ist. Informieren Sie die örtliche Polizei über den Schockanruf.
(Polizeistation Heusenstamm Tel. 06104 69080).
Vereinzelt ist es vorgekommen, dass die Täter vor oder während der Tat mittels einer Drohne ausspionieren. Sollten Sie auf Ihrem Grundstück oder direkt vor Ihrem Fenster eine Drohne sehen, informieren sie die Polizei.
Wenn es in Ihrem persönlichen Umfeld (Familie, Freunde, Nachbarn usw.) Menschen gibt, die Opfer von Schockanrufen werden könnten, sprechen Sie mit ihnen darüber und erklären Sie ihnen, wie sie sich verhalten sollen. Bieten Sie Ihre Hilfe an, wenn der oder die Betroffene unsicher ist.
Ein anschauliches Video hat die Polizei auf YouTube veröffentlicht:
https://youtu.be/bAHy4x5SHic
